Berlin. Die Stationen, die sehr viel Dampf erzeugen, liefern beim Bügeln alle gute Noten, herkömmliche Eisen bügeln bestenfalls befriedigend. Glatte Wäsche hat aber ihren Preis, heißt es in der Zeitschrift test. Die klassischen Bügeleisen im Test kosten 27 bis 83,50 Euro, Bügelstationen zwischen 260 und 485 Euro. Das Ergebnis überrascht zunächst positiv: Am Ende bekommen fast alle Bügelstationen ein gutes Urteil. Doch es gibt auch Ausnahmen.

Teures Laurastar-Modell am schlechtesten. Ausgerechnet die teuerste Station im Test, die Laurastar G7 für etwa 485 Euro ist mangelhaft. Sie hat den Dauertest mit hartem Wasser nicht überstanden. Auch die Bügeleisen AEG 5Safety DB 8040 für 60 Euro und Severin BA 3210 für 27 Euro hatten im Dauertest Probleme: Severin wegen Verkalkung, AEG wegen eines Heizungsschadens. Beide erhalten als Bewertung "ausreichend".

"Gut" für zwei Bügeleisen. Zwei herkömmliche Modelle - Tefal Ultragliss FV 4680 für 50,50 Euro und Braun TexStyle 7-750 für 83,50 Euro - schneiden im Qualitätsurteil noch gut ab, vor allem wegen guter Handhabung und Haltbarkeit.

Zwei gute Stationen mit Automatik-Modus. Unter den Bügelstationen gibt es zwei besondere Geräte. Das Philips-Modell GC9540/02 für 330 Euro arbeitet mit einer festeingestellten Temperatur und Dampfmenge, die sich für alle Textilien eignen - Vorsortieren der Wäsche und Einstellen der Regler entfallen. Auch die Station von Siemens, Sensor Intelligence SL 45, für 50,50 Euro kann in einem solchen Automatikmodus bügeln, lässt sich aber auch manuell regeln.

Gut ohne Automatik. Die Modelle Tefal Pro Express Turbo GV 8461 für 260 Euro, Rowenta Pro Perfect Eco Intelligence DG 8880 für 299 Euro und De'Longhi VVX 1880 Dual Vap für 279 Euro haben die Tester insgesamt auch zu einer guten Bewertung bewogen.

Für Stationen hoher Preis, mehr Platz und höherer Energiebedarf. Nachteil von Bügelstationen ist neben ihrem Preis der Platzbedarf. Klassische Bügeleisen sind klein, handlich und schnell verstaut. Bügelstationen haben die Größe eines Kaffeeautomaten und wiegen fünf bis sieben Kilogramm. Die Stationen brauchen zudem meist mehr Strom. Viele Anbieter werben mit dem Kürzel "Eco" für Energiesparfunktionen. Um eine neue Technologie handelt es sich meist nicht, sondern lediglich um die Tatsache, dass Bügeln mit weniger Dampf weniger Strom frisst. Bei den Bügeleisen entspricht der Eco-Modus oft einfach der mittleren Dampfeinstellung. Innovativ ist das nicht, kann aber dafür sensibilisieren, dass jeder den Stromverbrauch beeinflussen kann. Bügeleisen sparen so bis zu 35 Prozent Strom, Stationen bis zu 20 Prozent. Wenig verknitterte Stoffe lassen sich auch mit weniger Dampf glätten. Die Bügelergebnisse im Eco-Modus sahen allenfalls geringfügig schlechter aus als im Normalmodus. Meist dauert es auch etwas länger.

Abschaltautomatik gegen Brände. Da die Stationen mit mehr Dampf bügeln, zischt es mehr um die Hand herum als beim Eisen. Gefährlich ist das nicht, aber gewöhnungsbedürftig. Jedes zweite Gerät hat eine automatische Abschaltung. Werden sie in der Waagerechten nicht bewegt, gehen die Bügeleisen von AEG, Bosch und Severin nach einer halben Minute aus, um einen Brand zu verhindern. In der Senkrechten schalten sie nach acht Minuten ab.

Stationen leichter zu entkalken. Bügeleisen müssen regelmäßig mit Volldampf über dem Waschbecken entkalkt werden. Stationen lassen sich meist einfacher entkalken. Oft ist nur ein Kalksammelbehälter oder der Boiler auszuspülen. Bei De'Longhi muss der Nutzer alle zwei bis vier Jahre ein Filtergranulat regenerieren. Bei Laurastar mussten die Tester bei hartem Wasser etwa alle zehn Betriebsstunden ein Granulat wechseln - Kosten: jedes Mal etwa zehn Euro.

Ausführlich in "test" 12/12 und unter www.test.de