Stadtbrandmeister Holger Neumann spricht von einem „außerordentlich anspruchsvollen Einsatz“ in der Vetschauer Bertolt-Brecht-Straße. Gegen 1 Uhr sind über 30 Feuerwehrleute aus Vetschau, Gahlen, Märkischheide und Raddusch alarmiert worden.

„Zu dieser Zeit brannte die Küche des 37-Jährigen im obersten Stockwerk in voller Ausdehnung“, erzählt er. Flammen schlugen bereits aus dem Fenster. Ein Trupp habe sich vom Treppenhaus aus Zugang zur Wohnung verschafft, draußen sei es über die Leiter in den fünften Stock hinauf gegangen.

Zu dieser Zeit hatten sich Anwohner bereits selbst in Sicherheit gebracht. „Irgendwoher kam die Information, dass sich in der Wohnung eine Person befindet. Unsere Männer suchten und entdeckten den Mann im Wohnzimmer, wimmernd, kaum erkennbar, neben seiner Katze, die das Feuer nicht überlebte“, schildert der Stadtbrandmeister, was seine Leute erleben mussten. Ein Feuerwehrmann verletzte sich beim Einsatz am Handgelenk.

Die Wohnung brannte aus, weitere Wohnungen sind durch das Feuer und das Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen worden. Eine Etage tiefer waren am gestrigen Vormittag Mitarbeiter der Wohnungsgenossenschaft dabei, das Wasser aus unbewohnten Räumen auszupumpen. Über die Höhe des entstandenen Schadens konnten sie noch keine Angaben machen. Über das ganze Ausmaß des Brandes will sich Karsten Strüver von der Genossenschaft am heutigen Donnerstag ein Bild machen.

Auch die Brandursache ist noch nicht geklärt, so die Polizei. Spezialisten der Kripo haben die Ermittlungen aufgenommen.

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Zum Thema34 Feuerwehrleute waren mit sieben Fahrzeugen in der Vetschauer Brechtstraße im Einsatz. Drei Rettungswagen und zwei Polizeifahrzeuge waren vor Ort.Der letzte große Wohnungsbrand ereignete sich erst im vergangenen Frühjahr in der Heinestraße. Neun Personen waren verletzt worden. Bei einem Wohnungsbrand im April 2010 in Stradow hatte sich eine Frau eine Rauchgasvergiftung zugezogen. Beide Male war ein Fernseher in Brand geraten.