Die Gelegenheit packt die Stadt beim Schopfe und wird die Straße gleich auf der gesamten Breite ausbauen. Zur Begründung heißt es bei der Stadt: Der Schichtenaufbau der Straße sei völlig unzureichend und auf Dauer nicht tragfähig. Die unterschiedlichen Setzungen von alter und neuer Decke hätten in absehbarer Zeit Schlaglöcher zur Folge. Außerdem würde Regenwasser nur unzureichend abfließen können. Zudem sei die Schwarzdecke an einigen Stellen lediglich drei Zentimeter dick.

Für die Sanierung der verbleibenden zwei Meter Fahrbahnbreite – die Kosten für die 1,50 Meter breite Baustelle übernimmt der WAC – hat die bauausführende Firma ein Angebot von 28 000 Euro unterbreitet. Dafür werden das teerhaltige Material und der Unterbau aufgenommen und die Straße mit neuem Schotterunterbau und einer Schwarzdecke wieder hergestellt.

Auf lange Sicht werden durch den jetzt kurzfristigen Ausbau erhebliche Kosten gespart – zum Einen bei der Straßenunterhaltung durch die Stadt. Zum Anderen verringern sich auch die Straßenausbaubeiträge, die durch die Anlieger zu entrichten sind. Denn umgelegt werden lediglich die Kosten für die Breite der Straße von zwei Metern.

Die Stadtverwaltung schätzt ein, dass bei einem späteren Ausbau der Drebkauer Straße zusätzliche Kosten für Profilierung und eine neue Deckschicht von rund 4000 Euro anfallen würden. Darüber hinaus kämen in dem Fall Planungskosten von etwa 5000 Euro auf die Stadt zu. Auch die Preise für die Entsorgung des teerhaltigen Asphalts würden mit großer Sicherheit steigen. Insgesamt käme ein späterer Ausbau auch die Anwohner erheblich teurer.

Jetzt ist es so, dass für den Anteil der Stadt am Bauvorhaben Umlagen von rund 20 000 Euro von allen Anwohnern erhoben werden müssen. Die Straße ist insgesamt 235 Meter lang. „Der restliche zweite Teil der Straße von rund 90 Metern soll irgendwann ebenfalls ausgebaut werden“, so der Fachbereichsleiter Bau, Lutz Gubbatz. Schon in der 44. Woche, also Anfang November, soll der Ausbau starten.

Wie Kämmerin Marina Vogt bemerkt, ist die Finanzierung des Straßenausbaus im Vetschauer Haushalt abgesichert. Der verrohrte Graben in Koßwig werde in diesem Jahr nicht mehr saniert. Zunächst wurde dort repariert.