Der Bundesfinanzhof (Az.: VI R 47/10) wird jetzt klären müssen, ob diese Praxis mit Vorab-Attest zulässig ist. Bei anderen Krankheitskosten haben die Münchner Richter bereits mehrfach festgestellt, dass keine solche Bescheinigung eingeholt werden muss. Für zukünftige Maßnahmen ist es daher weiter sinnvoll, vorab ein Attest einzuholen. Bei Altfällen lohnt es sich aber, auf das Urteil zu warten und den Steuerbescheid bis dahin auszusetzen.

Bei Reflektoren auf Prüfsiegel achten

F ußgänger und Radfahrer sollten beim Kauf von Reflektoren für Kleidung oder Rucksack auf ein Prüfsiegel achten. Reflektoren mit schlechter Qualität verbessern die Sichtbarkeit bei Dunkelheit kaum und tragen nicht wie gewünscht zum Unfallschutz bei, warnt der TÜV Rheinland. Produkte mit GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ oder der EU-Norm-Kennzeichnung „EN 13356“ wiesen dagegen einen sehr hohen Rückstrahlwert auf: Bei Dunkelheit oder schlechter Witterung seien sie im Scheinwerferlicht von Autos schon aus bis zu 150 Metern Entfernung zu erkennen. Helle Kleidung ohne Reflektoren können Autofahrer im Schnitt aus 80 Metern Entfernung wahrnehmen, so die Experten. Dunkel angezogene Passanten oder Radler könnten im Dämmerlicht erst aus 25 Metern gesehen werden, was unzureichend se i.

Verwandtenklausel gilt auch für Physiotherapie

Private Krankenversicherungen schließen in aller Regel die Kostenübernahme für Behandlungen aus, die von einem Verwandten durchgeführt werden, um Mauscheleien zu unterbinden. Diese Verwandtenklausel gilt nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln auch für Physiotherapeuten. Denn auch Physiotherapeuten haben demnach einen Spielraum bei der Kostenfestsetzung, sodass sie Einfluss auf die für den Krankenversicherer entstehenden Kosten nehmen können. Genau das soll aber durch die Verwandtenklausel gerade verhindert werden (Az.: LG Köln 23 S 5/11).

Smartphones vor Nässe und Kälte schützen

Beschlagene Touch screens von Smartphones oder Tablets haben Probleme mit der Erkennung von Berührungen und Gesten. Der Effekt tritt zum Beispiel auf, wenn das Gerät aus kalter Umgebung plötzlich in einen warmen Raum kommt. „Eine Luftfeuchtigkeit von über 90 Prozent ist für bestimmte Displays immer ein Problem“, sagt Jörg Stephan vom Fraunhofer-Verband Mikroelektronik. Smartphone-Nutzer sollten ihre Geräte deshalb nicht anhauchen und grundsätzlich nicht zu kalt werden lassen. Bei zu niedrigen Temperaturen leidet nicht nur das Display, sondern unter anderem auch die Leistungsfähigkeit des Akkus.