Die Tat habe sich am Sonntag in einem besonderen Raum für Langzeitbesuche ereignet, in dem ausgewählte Gefangene mit Ehepartnern oder Lebensgefährten unüberwacht allein zusammen sein können, teilte das Justizministerium in Düsseldorf am Montag mit. In den vergangenen Jahren hatten mehrere Zwischenfälle in Gefängnissen Nordrhein-Westfalens Aufsehen erregt. So war in Siegburg 2006 ein Häftling gefoltert und ermordet worden, in Aachen konnten Ende 2009 zwei Schwerverbrecher ausbrechen. Der Remscheider Häftling ist ein zu lebenslanger Haft verurteilter Kinder- und Sexualmörder und sitzt nach Angaben des Ministeriums bereits seit fast 19 Jahren hinter Gittern. Er habe sich seit vier Jahren mit der Frau getroffen. Vor solchen Treffen in dem Besucherraum stehe eine Zulassungsprüfung. Bis zum Sonntag habe es bei den Besuchen keine Probleme gegeben. Justizbeamte hatten nach Ablauf der Besuchszeit die 46-Jährige tot in dem Besucherraum gefunden. Nach den ersten Ermittlungen der zwölfköpfigen Mordkommission ist davon auszugehen, dass der 50-Jährige zunächst seine Freundin tötete und dann einen Selbstmordversuch beging. Er konnte offenbar zwei Messer und einen Radmutterschlüssel in den Besucherraum schmuggeln. dpa/pb