ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:32 Uhr

Verträge regeln Wettbewerbsverbot im Job und nach dem Ausstieg

Zweitjobs nur mit Vertrag. Foto: dpa
Zweitjobs nur mit Vertrag. Foto: dpa FOTO: dpa
München. Arbeitnehmer, die über einen Zweitjob nachdenken, sollten sich bewusst sein: Ohne ausdrückliche Erlaubnis des Chefs dürfen sie ihrer Firma keine Konkurrenz machen, sich also nicht im gleichen Geschäftsfeld betätigen. Diese Regelung gilt bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses. pm/han

Verstöße können Abmahnung oder Kündigung sowie finanzielle Forderungen nach sich ziehen, wie das DAS-Rechtsportal informiert. Mit dem Ausscheiden aus der Firma ist das Konkurrenzverbot hinfällig - sofern kein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vereinbart ist. Ob dieses wirksam und für den früheren Angestellten bindend ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. So darf zum Beispiel der vereinbarte Verbotszeitraum höchstens zwei Jahre betragen. Als Gegenleistung muss eine zeitlich angepasste Karenzentschädigung gezahlt werden, die mindestens 50 Prozent des zuletzt verdienten Bruttoeinkommens beträgt. Entspricht die Vereinbarung den Vorschriften und der Arbeitnehmer verstößt gegen sie, riskiert er eine Unterlassungsklage sowie die Forderung auf Schadenersatz beziehungsweise Zahlung der Vertragsstrafe. Zusätzlich wird die Karenzentschädigung automatisch unterbrochen. Für den Fall, dass die Vertragskriterien mit den gesetzlichen Vorgaben nicht genau übereinstimmen, besteht ein Wahlrecht: Der frühere Angestellte entscheidet, ob er sich an das Wettbewerbsverbot halten will und die Entschädigung beansprucht oder nicht. pm/han