Cottbus. „Bis auf das Wechselgeld war da nicht viel drin“, sagt der Fuhrunternehmer, der seinen Namen aus Angst nicht in der Zeitung lesen will. Nach dem brutalen Überfall hatte der schwer verletzte Fahrer noch den Notruf gewählt. Im Gegensatz zu ersten Annahmen sind die Fahrzeuge der privaten Taxifirma mit Funkgeräten ausgestattet – die allerdings nicht mit denen der Taxigenossenschaft verbunden sind.

Die Kriminalpolizei hat die Fahndung inzwischen ausgeweitet. Eine siebenköpfige Sonderermittlungsgruppe arbeitet an dem Fall. Die Beamten suchen nun auch nach Fahrgästen, die kurz vor der Tat mit dem Taxi des Opfers unterwegs waren. Die vorletzte Fahrt ging am 27. Oktober in der Zeit zwischen 17.30 und 18.30 Uhr für 9,60 Euro vom Parkplatz an der Hauptpost nach Sachsendorf, Gelsenkirchener Allee. Die letzte Fahrt ging 18.30 Uhr für 4,60 Euro vom Taxistand Am Turm bis zur Wilhelm-Külz-Straße. „Jeder kleine Hinweis bringt uns weiter“, sagt Polizeisprecher Torsten Wendt.

Die Ermittler wissen nur, dass der Mann, der das Taxi überfallen hatte, wahrscheinlich zwischen 30 und 35 Jahre alt ist, akzentfreies Deutsch spricht und einen Dreitagebart trägt. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Unbekannte vergangenen Donnerstag am Turm in der Cottbuser Innenstadt zugestiegen. Die Fahrt ging nach Gallinchen und wieder zurück und endete am Cottbuser Busbahnhof im Bereich der Südstraße. Dort bedrohte der Mann, der auf der Rückbank saß, den 62-jährigen Taxifahrer mit einem Messer und verletzte ihn dabei lebensgefährlich an der Kehle. Danach flüchtete der Täter mit den Tageseinnahmen.

Hinweise nimmt die Polizei telefonisch unter der Rufnummer 0700 33330335 und unter www.internetwache.brandenburg.de entgegen.