Nach den Worten des Oberbürgermeisters ist damit das Ziel erreicht, das Ensemble der Stadtmitte elegant zu schließen und aufzuwerten. Noch in der Mitte des Jahres 2010 sollen die Bauarbeiten am zweiten Abschnitt des Einkaufszentrums beginnen. Das Investitionsvolumen beträgt nach Auskunft der Gesellschaft für Projektentwicklung und schlüsselfertiges Bauen (Gepro Bau) ungefähr 20 Millionen Euro. Gepro-Geschäftsführer Andreas Haas erklärt: "Uns haben bereits viele Fragen erreicht, wann die Brache in der Cottbuser Innenstadt endlich verschwindet." Zwar hätten die Pavillons vor knapp 40 Jahren noch als fortschrittliche architektonische Lösung gegolten - "doch den modernen Anforderungen entsprechen sie inzwischen nicht mehr", stellt Haas fest. Die Planung sieht einen zweigeschossigen Bau mit einer Mietfläche von 6500 Quadratmetern vor, davon 4500 Quadratmeter für den Einzelhandel. Der Rest der Fläche verteilt sich laut Haas auf Dienstleistungs-Anbieter und Gastronomie. Zum Vergleich: Der erste Bauabschnitt des Blechen-Carrés umfasst eine Verkaufsfläche von 15 400 Quadratmetern. Das neue Gebäude soll nach Auskunft des Gepro-Chefs mit dem bestehenden Carré verbunden werden - dafür sei eine ähnliche Lösung wie beim Durchgang zu Galeria Kaufhof vorgesehen. "Für die Kunden ist es sicher angenehm, direkt von einem Haus zum nächsten zu wandern", sagt Andreas Haas. Allerdings soll diese Verbindung nicht den Weg der Passanten zwischen der Stadtpromenade und der Spremberger Straße beeinträchtigen. Diese Verbindung bleibe auch nachts geöffnet. Bereits jetzt zeichnet sich laut Gepro Bau eine stärkere Nachfrage potenzieller Mieter ab, als am Ende Flächen zur Verfügung gestellt werden können. "Mehrere Mieter aus dem ersten Bauabschnitt wollen sich Läden mit ergänzendem Sortiment sichern", erläutert der Geschäftsführer. "Aber auch externe Anbieter mit neuen Marken haben Interesse gezeigt." Mit einem Ankermieter sei schon ein Vertrag unterzeichnet worden. "Wir halten es aber für zu früh, jetzt schon den Namen preis zu geben." Wie Oberbürgermeister Frank Szymanski mitteilt, werde das Gebäude mit einer Höhe von ungefähr zehn Metern niedriger sein als ursprünglich vorgesehen. "Im Umfeld, zwischen dem Carré und der Wohnscheibe an der Stadtpromenade, werden wir in Absprache mit der Gebäudewirtschaft Cottbus einen Grünstreifen anlegen." Der endgültige Entwurf für den zweiten Bauabschnitt im Cottbuser Blechen-Carré stammt von der "Planungsgruppe Prof. Sommer". Wie Andreas Haas mitteilt, handle es sich um einen eigenständigen Entwurf, der aber Ansätze des früheren Vorschlags vom Cottbuser Architekturbüro "Hampel, Kotzur & Kollegen" weiter verfolgt. "Die innere Gebäudestruktur wird nun etwas funktionaler gestaltet, nicht so futuristisch wie zunächst angedacht", sagt Haas.Für den Abbruch der Pavillons in der Stadtpromenade will die Stadtverwaltung eine Summe von 450 000 Euro bereit stellen. Der benachbarte Postparkplatz an der Berliner Straße bleibt nach Auskunft der Planer in seiner aktuellen Form erhalten. Auch am Namen des Einkaufszentrums wird sich nach der Fertigstellung gegen Ostern 2011 nichts ändern. "Wir bleiben bei der Bezeichnung ,Blechen-Carré'", sagt Gepro-Chef Andreas Haas. "Die Kunden haben diesen Namen schließlich bereits für sich angenommen."