Das entschied das Hessische Landessozialgericht in Darmstadt (Urteil veröffentlicht am 22. Oktober 2007, Az.: L 7/10 AL 185/04).
Im entschiedenen Fall hatte ein Arbeitnehmer eine Woche vor seinem 57. Geburtstag seinen Arbeitsplatz verloren und sich unverzüglich arbeitslos gemeldet. Die Arbeitsagentur bewilligte nach damals geltendem Recht Arbeitslosengeld für die Dauer von 789 Tagen. Hätte sich der Mann erst eine Woche später, mit 57 Jahren, arbeitslos gemeldet, hätte er einen Leistungsanspruch für 960 Tage gehabt. Auf die Klage des Arbeitslosen hin verurteilten die Richter die Arbeitsagentur zur Zahlung von Arbeitslosengeld für 960 Tage. Der Kläger sei bei seiner Arbeitslosmeldung nicht über die Vorteile einer späteren Antragstellung beraten und aufgeklärt worden. Dazu aber sei die Arbeitsagentur verpflichtet gewesen.
Da es von grundsätzlicher Bedeutung sei, ob die rechtliche Wirkung einer Arbeitslosmeldung verschoben werden könne, ließen die Richter die Revision am Bundessozialgericht zu. (ddp.djn/eb)