Das Ergebnis: Es bedarf keiner lückenlosen Gewissheit im Sinne einer mathematischen Beweisführung. Indizien reichen nach Meinung der Richter schon aus, wenn es lebensnah scheint, dass ein Betrug vorliegt.

In dem Fall sprach unter anderem eine enge Bekanntschaft zwischen den beteiligten Fahrern, die zunächst verschwiegen und sodann als flüchtig beschrieben wurde, für eine Manipulation. Außerdem hatte der Versicherte trotz durchgeführter Reparatur eine fiktive Abrechnung gewünscht. Der Versicherer bekam aber keine Möglichkeit, das Reparaturergebnis in Augenschein zu nehmen. Und: Die beteiligten Fahrer machten unterschiedliche Angaben zu einigen Punkten, was die Richter zusätzlich stutzig werden ließ

(Az.: I-4 U 25/10).