Die Wiener Pianistin Véronique Garnier spielt Werke von Frederik Chopin. Véronique Garnier hat in Paris Klavier studiert und mit dem ersten Preis für Klavier und Kammermusik abgeschlossen.

Nach dem Konzert werden im Schloss Kaffee und original polnische Torten und Kuchen gereicht. "Damit wollen wir dem Lebensgefühl unserer Nachbarn näher kommen. Denn Chopin wird in seiner polnischen Heimat hoch verehrt. Dort ist es immer noch üblich, am Sonntagnachmittag in die Cukiernia, also die Konditorei, zu gehen, um bei Kaffee und Kuchen seine Musik zu hören", sagt Hanna Niedermann.

Die Schweizerin, eine Schulfreundin des Herzbergers Reinhard Straach, hat die Pianistin vor einigen Tagen besucht und sich in Paris auf die Spuren von Frederik Chopin gemacht. Chopin, der Sohn eines Franzosen und einer Polin, war einer der einflussreichsten und populärsten Pianisten und Klavierkomponisten des 19. Jahrhunderts. Er ist am 17. Oktober 1849 in Paris gestorben. Hanna Niedermann besuchte sein Grab.

"Bei Regenwetter treffe ich auf dem Friedhof Père Lachaise ein. Und dann - da ist es, Chopins Grab mit einer Skulptur von George Sands Schwiegersohn. Gedankenverloren steht ein Mann davor, ein junges Paar gesellt sich zu uns. Heute ist sein Todestag - die Blumen halten sich vor allem in den polnischen Farben rot und weiß", schreibt sie. Hanna Niedermann besucht auch das polnische Museum in Paris und hält fest: "Im Chopinzimmer befinden sich Fotos, Briefe, Originale von Kompositionen. Weiße Lederhandschuhe sind auf die Lehne eines Gobelinsessels drapiert. Chopin soll umgerechnet 1000 Euro für eine Klavierstunde bekommen haben." Abends reden Véronique Garnier und Hanna Niedermann viel über die Etüden von Chopin. Einige davon werden am Sonntag in Grochwitz zu hören sein. Das Konzert beginnt um 15 Uhr.

Karten sind im Vorverkauf im Schloss Grochwitz unter Telefon 03535 248240 oder bei Reinhard Straach, 0151 18743476, erhältlich. Sie kosten 27 Euro für das Konzert, mit Kaffee und Kuchen 32 Euro.