Das Parlament im Ostschweizer Kanton Glarus erklärte die 1782 enthauptete Anna Göldi gestern für unschuldig und nannte den damaligen Prozess vor dem Evangelischen Rat einen "Justizmord", wie die Nachrichtenagentur sda berichtete. Göldi wird vom Tatbestand der "Vergiftung" entlastet. Außerdem wird anerkannt, dass das damals gefällte Urteil in einem unrechtmäßigen Verfahren zustande kam. Erfreut über den Parlamentsbeschluss zeigte sich die Anna-Göldi-Stiftung. Göldi erhalte jene Ehre zurück, die sie durch die schweren Anschuldigungen und das Todesurteil verloren habe, sagte Walter Hauser, Autor eines Göldi-Buches. (dpa/ig)