Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 3/2009), die Darlehensangebote von 89 Banken, Bausparkassen, Versicherern und Vermittlungsgesellschaften untersucht hat. Das überraschende Ergebnis: Die Spitzenzinsen - vereinzelt schon unter vier Prozent - kommen derzeit nicht von Direktbanken und Vermittlern, sondern überwiegend von regionalen Genossenschaftsbanken und Sparkassen. Die Sparda-Bank Baden-Württemberg bot Mitte Januar beispielsweise einen Zehn-Jahres-Kredit über 200 000 Euro für einen Neubau zum Effektivzins von 3,92 Prozent an. Die Münchner Hypothekenbank verlangte für das gleiche Darlehen 5,91 Prozent. Bei gleicher Rate summiert sich der Zinsunterschied "Finanztest" zufolge bis zum Ende der Zinsbindung auf mehr als 38 000 Euro. Auch Anbieter mit bundesweitem Filialnetz wie die BBBank, Commerzbank oder Debeka seien mitunter günstiger als die Internetkonkurrenz."Finanztest" empfiehlt, sich von mehreren günstigen Instituten Angebote erstellen zu lassen. Die niedrigen Zinsen sollten mindestens zehn Jahre garantiert sein, noch besser aber 15 oder 20 Jahre - das sei zwar etwas teurer, aber sicherer. Wichtig sei auch, sich von der Bank einen langfristigen Finanzierungsplan erstellen zu lassen. Das Institut sollte für die Phase nach dem Ende der Zinsbindung mit einem Anschlusskredit von mindestens sieben Prozent kalkulieren. So ließen sich mögliche Zinsrisiken erkennen.Will der Verbraucher ein Eigenheim finanzieren, lässt er sich am besten die Angebote mit und ohne Riester-Förderung ausrechnen. Wegen der staatlichen Zulage sind Riester-Darlehen zwar erste Wahl, ihr Zinssatz sollte aber nicht mehr als einen halben Prozentpunkt über dem Satz für einen herkömmlichen Kredit liegen - ansonsten lohne es sich nicht, erläutern die Experten von "Finanztest". dpa/pm/sha