März dieses Jahres ist gegen eine Geldauflage eingestellt worden. Darüber informiert die Cottbuser Staatsanwaltschaft. Bei dem Unfall wurden zwölf Menschen verletzt.

Schiff blieb hängen

In der Nähe des Staatstheaters direkt neben der Tribüne wurde dabei ein sechs Meter hohes Stahlgerüst von einem Festwagen umgerissen. Der Mast des „Narrenschiffs“ war in einem Kamerakabel hängengeblieben, das in luftiger Höhe über die Straße führte. Der Wagen gehörte zum KVL, der den Umzug seit 20 Jahren organisiert.

Die drei für den Mast des „Narrenschiffs“ Verantwortlichen sind laut Staatsanwaltschaft jeglicher Schuld enthoben worden. Das gegen sie geführte Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung wurde demnach eingestellt. Eine strafrechtlich relevante Sorgfaltspflichtverletzung sei nicht belegbar. Zum einen seien die Beschuldigten nicht über das Kabel informiert worden und zum anderen war die Leitung laut Gutachten für die Drei unmittelbar vor dem Passieren nicht sichtbar. Deshalb konnten sie den Mast nicht kurzfristig abklappen.

Die Staatsanwaltschaft stellt nach ihren Ermittlungen jedoch fest, dass der KVL fahrlässig gehandelt hat. Denn dem Verband seien sowohl die Masthöhe des „Narrenschiffs“ als auch die Höhe des über die Straße gespannten Kabels bekannt gewesen.

„Gefahr war erkennbar“„Die sich daraus ergebende Gefahr einer Kollision war damit für die Organisatoren erkennbar“, erklärt Oberstaatsanwältin Elvira Klein. Der KVL muss nun eine vierstellige Summe zahlen. Damit ist das Verfahren endgültig eingestellt.

Der KVL hatte bereits einen Tag nach dem Unglück erklärt, dass er an dem Umzug festhalten will.

Der nächste Termin steht schon fest: 19. Februar 2012.