Die Aufschläge setzten die Gastgeberinnen so unter Druck, dass viele Bälle, so sie denn nicht direkte Punkte für die Elsterstädterinnen bedeuteten, als „Dankeball“ zum Punkt verwertet wurden. Dem entsprechend unspektakulär endete Durchgang eins mit 25:13. In Satz zwei lief bis zum 11:4 alles so weiter.

Jedoch gab es einen plötzlichen Bruch im Herzberger Spiel und Eisenhüttenstadt erwachte. Die Herzdamen wehrten am Ende zwei Satzbälle ab und verwandelten ihrerseits ihren Zweiten zum 28:26. Mit einer 2:0-Führung im Rücken verlief der zweite Satz bis kurz vor Ende ausgeglichen. Die Frauen von der Schwarzen Elster drehten nochmal auf und gewannen auch diesen unspektakulär mit 25:21.

Nachdem im Anschluss Oranienburg Eisenhüttenstadt ebenfalls mit 3:0 besiegt hatte, kam es zum ersten Vergleich mit den Havelstädterinnen aus Oranienburg seit zwei Jahren. Von Beginn an waren die Randberlinerinnen hellwach und äußerst motiviert. Ganz im Gegensatz zum Herzberger Team. Das Team um Kapitän Carolin Lienau fand nie zur Normalform und hatte somit auch kaum eine Chance.

Viele individuelle Fehler im Aufschlag und der Annahme sowie ein an diesem Tag bärenstarker Gegner spiegeln sich auch im sehr deutlichen Resultat von 0:3 nach 71 Minuten Spielzeit wider.

Die Niederlage ist zudem auch noch gleichbedeutend mit dem Verlust der Tabellenspitzenposition. In der kommenden Trainingswoche heißt es jetzt, diese Niederlage aus den Köpfen zu bekommen und weiter nach vorn zu sehen.

Gleich am Wochenende geht es zum neuen Tabellenführer Sportfreunde Brandenburg, die zuletzt in Herzberg in einem hochklassigen Spiel mit 18:16 im Tiebreak geschlagen werden konnten.

Dort muss das Team zusätzlich auf Trainer René Marschner verzichten. Alles in allem ist dies eine ungünstige Konstellation, in der sich das zusammengewachsene und erfahrene Team von der Schwarzen Elster auf jeden Fall beweisen muss.

Statistik: VCH - Eisenhüttenstadt 3:0 (25:13, 28:26, 25:21)

VCH - Oranienburg 0:3 (21:25, 19:25, 19:25)

Herzberg: Carolin Lienau (C), Nancy Lehmann, Victoria Herzog, Lisa Pahl, Christin Zielke, Pauline Kühnberg, Anja Gemeinhardt, Janett Lehmann, Tina Seifert, Yvonne Kaiser – Trainer René Marschner.