Das hat das Brandenburgische Oberlandesgericht entschieden (Az.: 9 UF 292/11), teilt der Deutsche Anwaltverein mit.

Ein Vater hatte behauptet, er könne keinen Unterhalt für sein Kind zahlen, da er nicht leistungsfähig sei und Hartz IV bekomme. Die Mutter behauptete, dass er auf Baustellen schwarz arbeite und nannte einen Betrieb. Außerdem benannte sie Zeugen aus ihrem und seinem Freundeskreis. Der Vater habe geprahlt, er würde 2400 Euro pro Monat schwarz verdienen.

Daraus schloss das Gericht, dass der Vater Unterhalt leisten könne. Es verurteilte ihn dazu, monatlich einen Mindestunterhalt von 109 Euro zu zahlen. Die Mutter habe für das unterhaltsberechtigte Kind plausibel dargelegt, dass der Vater schwarz arbeite. Dieser hätte beweisen müssen, dass dem nicht so sei, was er unterlassen habe. Auch wenn er nicht mehr schwarz arbeite, müsse er den Betrag zahlen.