Wie die Bundesrichter in München erklärten, lebte die Klägerin von ihrem Ehemann getrennt und überwies ihrer Schwiegermutter in der Türkei trotzdem 3928 Euro. Das Finanzamt lehnte den Abzug der Aufwendungen ab, weil die Frau nicht gesetzlich zum Unterhalt der Schwiegermutter verpflichtet sei. Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg bestätigte dies und sah die Zahlung nur bei einer intakten Ehegemeinschaft als abzugsfähig an.

Dagegen gab das höchste Steuergericht jetzt der Klägerin recht. Das Gesetz sei nicht einschränkend so auszulegen, dass ein Abzug von Unterhaltszahlungen an verschwägerte Personen nur bei intakter Ehe geboten sei (Az.: BFH VI R 13/10).