"Die komplette Speise- und ein Großteil der Getränkekarte sind auf Erzeugnisse aus ökologischen Landbau umgestellt worden", sagt Ulrike Hartmann, Geschäftsführerin des Studentenwerks Frankfurt (Oder). Es sei an der Zeit gewesen, auch in Cottbus diesen Schritt zu gehen. In Eberswalde gebe es die Bio-Produkte bereits seit eineinhalb Jahren. "Die Nachfrage war in Cottbus zuletzt sehr groß. Wenn die Umstellung erfolgreich verläuft, können wir uns auch eine Ausweitung auf die große Mensa vorstellen." Neben Suppen, Snacks und Salaten gibt es auch Fleisch- und Fischgerichte. Besonders beliebt sind bei den Studenten die Pasta- und Pizzagerichte, Säfte und Bio-Kaffee. Obwohl das Essen im Vergleich zur großen Mensa etwa 20 Prozent ist, ist die Akzeptanz bei vielen Studenten groß. Jenny Feige und Malte Löbsin (beide 20) haben auch schon vor der Bio-Offensive die Brasserie besucht. "Wir essen auch sonst viele Bio-Produkte und sind froh, dass es hier jetzt noch mehr davon gibt", sagt Jenny Feige. Beide nehmen dafür auch gerne die höheren Preise in Kauf nehmen. "Qualität hat eben seinen Preis. Mir schmeckt es in der Brasserie außerdem einfach besser als in der großen Mensa", begründet Malte Löbsin.Damit auch Bio drin ist, wo Bio draufsteht, ist die Brasserie vom Fachverein Öko-Kontrolle nach EU-Norm zertifiziert worden. Dieser kontrolliert mehrmals im Jahr die Standards. Es wird auf einen gesonderten Einkauf, die Lagerung, qualifizierte Köche und die gesonderte Abrechnung geschaut. Nur wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, wird ein Zertifikat erteilt. "Der Aufwand ist zwar sehr groß, wir sind aber davon überzeugt, dass sich dieser Schritt gelohnt hat", ist Ulrike Hartmann optimistisch. Die Zustimmung von vielen Studenten hat sie schon in den ersten Semesterwochen erhalten. Manuel Holscher