Die Trödelei wiegt dann umso schwerer, wenn direkt nach dem Unfall kaum Beschwerden durch einen Arzt festgestellt wurden und eine medizinische Behandlung sogar abgeschlossen war. Der Versicherte war erst Monate später zum Facharzt gegangen, sodass auch durch ein Gutachten nicht mehr aufgeklärt werden konnte, ob die Beschwerden auf dem Unfall beruhten.

Damit liege eine Obliegenheitsverletzung vor, die die Versicherungsgesellschaft von der Pflicht befreit, die vereinbarte Versicherungssumme zahlen zu müssen

(Az.: 3 O 130/10).