Zwar sei nicht auszuschließen, dass Kopfverletzungen auch einen Schlaganfall begünstigen könnten. Den Zusammenhang müsse der Verletzte jedoch beweisen. Wenn er beispielsweise seit Jahren unter Bluthochdruck leide, spreche die Wahrscheinlichkeit eher dafür, dass darin die Ursache liegt (Az.: 6 U 4/11). Das Gericht wies damit die Schadenersatzklage eines Autofahrers ab. Der unter Bluthochdruck leidende Kläger hatte nach einem Verkehrsunfall einen Schlaganfall erlitten. Er behauptete einen Zusammenhang mit dem Unfall und wollte die Unfallverursacherin auch für die Behandlungskosten und die Einschränkung seiner Erwerbsfähigkeit zur Kasse bitten.

Die Richter in Hamm winkten ab, weil sie einen Zusammenhang zwischen dem Unfall und dem Schlaganfall als nicht bewiesen ansahen.