Das ergibt sich aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts Ansbach (Az.: AN 4 K 16.00882), auf das die Arbeitsgemeinschaft Erbrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) aufmerksam macht.

In dem verhandelten Fall war eine Frau mit ihrer Mutter vor der Wiedervereinigung von der DDR in die BRD gezogen. Als die Mutter 2010 im Westen Deutschlands verstarb, wurde sie dort auf einem Friedhof in einer Nische für Urnen beigesetzt. 2015 zog die Tochter mit ihrem Ehemann zurück in ihre 270 km entfernte ehemalige Heimat und beantragte eine Urnen-Umbettung ihrer Mutter. Sie wollte diese auf dem Friedhof ihres neuen Wohnortes beisetzen lassen, um sie bei sich zu haben. Die Friedhofsverwaltung lehnte aber ab. Zu Recht, so die Richter.