Als im März 1996 mit dem Wiederaufbau des Neuen Schlosses begonnen wurde, da ging es vorrangig um den Erhalt der bestehenden Bausubstanz. Die Rettung der Ruine stand im Mittelpunkt. An ein Nutzungskonzept war noch gar nicht zu denken. 17 Jahre später wird nun der bauliche Schlusspunkt im Gebäude gesetzt. Der Innenausbau des Festsaals, der im Herbst 2011 begann, bildet den Abschluss. "Wir haben den 30. August für die Einweihung vorgesehen", so Cord Panning, Geschäftsführer der Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, im Gespräch mit der RUNDSCHAU. Geplant ist, in diesem feierlichen Rahmen auch das 20-jährige Bestehen der Stiftung zu feiern. Erste Vorstellungen, wie das ablaufen soll, gibt es bereits. "Wahrscheinlich werden wir im Schichtbetrieb vorgehen müssen", meint Panning lächelnd. So sollen möglichst alle zu ihrem Recht kommen, die geladenen Ehrengäste und die breite Öffentlichkeit.

Die Fertigstellung des Schlosses ist nicht nur für das Gebäude eine Zäsur, sondern auch für das Baugeschehen insgesamt. "2013 steht für das Ende eines großen Investitionszyklus", so Panning. Bauen, bauen, schneller, höher haben den Rhythmus in den vergangenen Jahren bestimmt.

"In der ganzen Zeit, egal bei welcher Standesherrschaft, hat es nie eine so umfangreiche Investitionsphase gegeben. Das ist eine unglaubliche Geschichte", findet Panning. Dafür werden anderer Herausforderungen vor der Stiftung stehen. "Es geht um das Halten, das Bespielen. Ich bin aber guten Mutes, dass wir das schaffen", so Panning. Schließlich sei die Nachfrage gut.

Auch wenn nicht mehr in dem großen Maße gebaut wird, wie in den zurückliegenden Jahren, werde die Bautätigkeit nicht auf null gefahren. So will man sich 2013 und 2014 der Hermannsneiße widmen. Dazu gehören die Sanierung von Brücken und Wehr, die Ausbesserung der Wasserfälle und die Entschlammung des Wasserlaufs sowie der Rückbau des Damms am Schlossteich. Erste Arbeiten in diesem Maßnahmebündel laufen bereits an der Schäferbrücke. "Von mir aus kann der Winter so mild bleiben. Dann ist die Sanierung dieser Brücke bis zum Saisonbeginn geschafft", so Panning. An dieser Brücke hatte das Neiße-Hochwasser von 2010 Spuren hinterlassen.