Sachsenhausen kassierte in Brandenburgs höchsten Spielklasse bisher die wenigsten Niederlagen (2), hat mit 20 Gegentoren die beste Abwehr und ist zu Hause noch ungeschlagen. Demgegenüber steht mit Grün-Weiß Lübben eine Mannschaft, die die meisten Gegentore schluckte (53), die von ihren zehn Reisen lediglich vier Punkte mit in den Spreewald brachte und auswärts am wenigsten Tore erzielte (7). Zudem fehlt mit Michael Leschnik ihr bester Schütze (8) wegen einer Gelbsperre. Der gleiche Abwesenheitsgrund trifft auch auf die beiden etatmäßigen Abwehrstrategen Gordon Pohle und Sebastian Rieger zu. Außerdem kann René Krabe (Bundeswehr) nicht antreten. Aber: In der vergangenen Saison siegte Grün-Weiß im Elgora-Stadion mit 1:0. Mit dem gleichen Ergebnis bezwangen die Minkwitz-Schützlinge auch in der Hinrunde überraschend den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer. Der Herbstmeister gewann im diesem Jahr von vier Partien nur ein Spiel. Es läuft noch nicht rund beim Favoriten. Deswegen fährt Grün-Weiß durchaus mit Hoffnungen in den Brandenburger Norden. "Wir werden alles in die Waagschale werfen, um mindestens einen Punkt mitzubringen", verspricht der Lübbener Spielmacher Oliver Keutel. Er vertraue darauf, dass die Spieler, die sonst beim Anpfiff auf der Ersatzbank sitzen, zeigen wollen, dass sie in die Mannschaft gehören und sich dementsprechend reinknien.