Mieter sind laut Immobilienverband IVD dazu verpflichtet, Schäden zu beseitigen, die sie selbst verursacht haben und die nicht auf einen vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung zurückzuführen sind. Das gelte auch dann, wenn sie nicht zu Schönheitsreparaturen verpflichtet sind.
Sicherheit erhalten dem IVD zufolge beide Seiten, wenn sie ein detailliertes Übergabeprotokoll sowohl beim Einzug als auch beim Auszug des Mieters aufstellen. Auf diese Weise lasse sich genau belegen, welche Mängel während des Mietverhältnisses entstanden sind und welche bereits beim Einzug des Mieters vorhanden waren.
Zwar werde mit dem Wohnungsübergabeprotokoll nicht automatisch festgelegt, wer Schäden an der Wohnung beseitigen muss. "Aber ein Vermieter, der dem Mieter bei seinem Auszug bescheinigt, dass er die Wohnung in einem ordnungsgemäßen Zustand zurückgegeben hat, kann später keinen Reparaturanspruch mehr gegen ihn durchsetzen", sagt IVD-Sprecher Jürgen Michael Schick.
In dem Protokoll sollte jeder einzelne Raum der Wohnung aufgeführt sein. Dabei sollten etwaige Mängel sehr konkret beschrieben sowie pauschale und damit nicht aussagekräftige Feststellungen wie "verwohnt", "löchrig" oder "verblasst" vermieden werden. Generell sollten Mieter und Vermieter das Wohnungsübergabeprotokoll bei Tageslicht erstellen, so der Experte. Es sei sonst schwer, versteckte Mängel zu finden. (ddp.djn/eb)