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Über den Spreewaldpokal zu den Meisterschaften

Mehr als 50 Schützen trafen sich in der Spreewaldstadt Lübben.
Mehr als 50 Schützen trafen sich in der Spreewaldstadt Lübben. FOTO: Tarnow
Lübben. Die traditionsreiche Veranstaltung der Schützengilde zu Lübben wird von vielen Vereinen als Vorbereitung auf die nationalen Titelkämpfe genutzt. Wilhelm Tarnow

Bereits zum 25. Mal wurde der Spreewaldpokal durch die Schützengilde zu Lübben 1425/1990 ausgerichtet. Dabei nahmen diesmal mehr als 50 Schützen aus ganz Ostdeutschland an dem Wettkampf in der Spreewaldstadt Lübben teil.

Ausgeschossen wurde dieser Pokalwettkampf jedoch schon seit 1984. Damals lud die GST-Grundorganisation Lübben, Abteilung Sportschießen, die besten Kleinkalibergewehrschützen des Bezirkes Cottbus ein, um sich in einem Wettstreit gegeneinander zu messen.

Im Jahre 1992 nahm die Schützengilde zu Lübben diesen Pokalwettbewerb wieder auf und ist seitdem Ausrichter des beliebten Schießsportereignisses.

Zu Beginn der 90er Jahre duellierten sich die KK-Gewehrschützen im Liegendkampf noch mit 20 Schuss auf einer Entfernung von 50 Metern. Diese Zahl an Wertungsschüssen erhöhte sich im Verlaufe der Jahre auf 60, welche nun in einer Zeit von 50 Minuten abgegeben werden müssen. Damen und Herren konkurrieren hierbei in einer Gesamtwertung miteinander um die besten Plätze und schießen nicht, wie es nach den Regularien des Deutschen Schützenbundes üblich ist, in getrennten Klassen.

Der Spreewaldpokal wird seit vielen Jahren von den Teilnehmern aus dem Vogtland, dem Erzgebirge, Dresden, Chemnitz und Berlin sowie von den Schützen aus dem Brandenburger Umland dazu genutzt, sich auf die jährlich in München stattfindenden Deutschen Meisterschaften der KK-Gewehrschützen im Liegendkampf vorzubereiten. Der Grund für die Wahl des Spreewaldpokals liegt darin, dass in Lübben, wie auch in München, auf einer Außenanlage geschossen wird. Die Schützen müssen sich beim Zielen mir ihrer Waffe auf ständig ändernde Lichtverhältnisse einstellen. Daher bietet der Lübbener Schießstand optimale Bedingungen zur Vorbereitung.

Die höchste, jemals erreichte Ringzahl beim Spreewaldpokal schoss sowohl im Jahre 2012 als auch 2016 Michael Wischnewsky vom PSV Adlershofer Füchse. Er traf 596 von 600 möglichen Ringen. Dies ist seither der Standrekord auf der Schießsportanlage in Lübben. Michael Wischnewsky ist ebenso der Rekordsieger des Spreewaldpokals. In den Jahren 2012 bis 2016 gewann der Berliner den Pokal gleich fünf Mal nacheinander.

Bei der 25. Auflage des Spreewaldpokals siegte jedoch Andreas Jose (PSV Adlershofer Füchse) mit 593 Ringen vor seinem Teamkollegen Michael Wischnewsky, der auch 593 Treffer schoss. Allerdings zählten bei Ringgleichheit die letzten zehn Schuss beider Schützen. Da war es Andreas Jose, der mit 99 Ringen, gegenüber Michael Wischnewsky mit 98 Ringen, die bessere letzte Serie schoss. Dritte wurde mit 590 Ringen Birgit Rosenkranz von der PSSG zu Dresden.

In der Mannschaftswertung konnte der PSV Adlershofer Füchse den Titel gewinnen. Den zweiten Platz belegte die PSSG zu Dresden und Rang drei erreichte der Schützenverein Medewitz.

Bemerkenswert war in diesem Jahr auch die Teilnahme und Leistung von Siegfried Zimmer vom SV Sportschießen Petkus. Mit 85 Jahren war er der älteste jemals teilnehmende Schütze und erreichte mit seinen 493 Ringen Platz 46.

Für die Schützengilde zu Lübben war die Ausrichtung wieder einmal ein großes Schießsportereignis und ein Höhepunkt im Sportjahr 2017. So will der Verein auch im nächsten Jahr wieder diesen traditionsreichen Pokal weiterführen.