Mit mehreren Schüssen ist ein Türsteher vor einem Club in Berlin-Prenzlauer Berg getötet worden. Der 39-Jährige starb am frühen Sonntagmorgen kurz nach der Tat in einem Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Von dem Täter fehlte am Nachmittag noch jede Spur. Auch Zeugen gab es zunächst nicht: Das Opfer stand zur Tatzeit alleine vor dem Club auf dem Gelände der Kulturbrauerei. Nicht bestätigten Aussagen zufolge sollen seine Kollegen wegen eines Tumults kurz zuvor in den noch vollen Club gegangen sein. Zu weiteren Einzelheiten und zum Hintergrund der Tat konnte die Polizei keine Angaben machen. Eine Mordkommission des Landeskriminalamtes sucht Zeugen.

Auch in einem Lokal in Wilmersdorf ist ein Türsteher angegriffen worden. Nach Polizeiangaben war ein aufgebrachter 43-Jähriger zunächst auf einen Gast und dann auf die Sicherheitskraft der Bar losgegangen. Der Mann hatte zuvor versucht, die Freundin eines 50-Jährigen zu küssen. Als dieser dazwischen ging, verpasste der 43-Jährige ihm einen Kopfstoß. Nachdem er von Sicherheitskräften nach draußen gebracht worden war, zog der Mann plötzlich ein Messer und stach es einem 41 Jahre alten Türsteher in den Arm. Schließlich flüchtete er in seinem Auto.

Beamte fanden den Wagen samt Schlüssel wenig später vor der Wohnung des 43-Jährigen. In dem Fahrzeug lag ein blutverschmiertes Messer.

Von dem Mann selbst fehlte jede Spur. Er erschien erst am frühen Morgen auf einer Wache, bestritt aber, jemanden verletzt zu haben. Der Türsteher musste in einem Krankenhaus behandelt werden.