Frau Emler, was erwartet die Besucher in diesem Jahr?

Grausige Gestalten werden über einen Friedhof kriechen. Der Tod kommt mit dem Kahn daher. Ein Labyrinth des Grauens kann wie ein Irrgarten durchschritten werden. Die Theaterloge Luckau gestaltet eine barocke Schlossnacht. Außerdem gibt es eine Zombiehochzeit mit einem verrückten Standesbeamten, eine Gruppe von Hexen und eine Menschenfleischerei.

Spätestens an dieser Stelle beschleicht manch einen doch ein ungutes Gefühl.

Wir machen das alles auf sehr humorvolle Art. „Spuk auf Schloss Lübben“ soll vor allem eine Spaßveranstaltung sein.

Aber eine ziemlich gruselige.

Ein bisschen sollen sich die Leute schon fürchten. Deswegen haben wir Maskenbildner engagiert, die auch für Fernsehen und Theater arbeiten. Sie verpassen unseren Darstellern sehr authentische Wunden und schminken auch Gäste.

Wie kommt es eigentlich, dass Sie sich so gern gruseln?

Das tue ich gar nicht. Ich mag auch keine Horrorfilme. Aber ich mach gern ausgefallene Dinge. Und das Schloss bietet sich dafür ja geradezu an. Im letzten Jahr hatten wir zum Beispiel einen kompletten Friedhof nachgebaut.

Was bringt Sie auf solche Ideen?

In unserer Agentur arbeiten Leute mit viel Fantasie. Wenn wir eine Veranstaltung planen, setzen wir uns zusammen und spinnen. Was dabei herauskommt, kann man am Samstag sehen. Außerdem arbeiten wir mit einem sehr kreativen Dekorateur zusammen. Er heißt Ingbert Völker, kommt von der Ostsee und ist außerdem Schauspieler. Von ihm kam beispielsweise die Idee zum Totenschädelwerfen.

Wieviele Besucher hatten Sie im vergangenen Jahr?

Es waren einige Hundert. Aber die waren total begeistert. Ich glaube, in diesem Jahr werden wesentlich mehr Leute kommen.

Mit Ricarda Emler sprach

Ulrike Elsner

„Spuk auf Schloss Lübben“, 29. Oktober, 17.17 Uhr bis 22.22 Uhr, Eintritt unter sechs Jahren nicht gestattet, für Kinder von sechs bis zwölf Jahren nur in Begleitung Erwachsener, mehr unter www.quer-denker.net