Allein in Vietnam starben mehr als 100 Menschen, im benachbarten China waren es 20, teilten die Behörden mit. Im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh war die Zahl der Todesopfer bereits am Sonntag auf mehr als 50 gestiegen. Zahlreiche Bewohner der betroffenen Regionen wurden noch vermisst. "Es gibt aber keine Hoffnung, die Vermissten noch lebend aus dem Schlamm zu bergen", sagte ein Sprecher der vietnamesischen Katastrophenbehörde.
Tropensturm "Kammuri" hatte am Freitag heftige Regenfälle ausgelöst, die in neun vietnamesischen Provinzen Überflutungen und Erdrutsche verursachten. Mehr als 4200 Häuser wurden zerstört oder beschädigt und Tausende Hektar Getreidefelder vernichtet. Der Gesamtschaden wird auf 43 Millionen Dollar (rund 29 Millionen Euro) geschätzt. Erst gestern hörte es auf zu regnen.
Bei den seit Donnerstag im Südwesten Chinas tobenden Unwettern kamen bislang mindestens 20 Menschen ums Leben, zehn wurden gestern noch vermisst. Besonders schwer wüteten die Stürme in der Provinz Yunnan. Dort waren etwa 820 000 Menschen betroffen, 2400 mussten sich vor den Wassermassen in Sicherheit bringen und ihre Häuser verlassen. Etwa 470 Wohnhäuser stürzten ein, Tausende andere wurde beschädigt. Vor allem zahlreiche Ernten seien zerstört.
Nach den schweren Monsun-Regenfällen in Indien riss eine beschädigte Leiter am Geparnath-Tempel im Bundesstaat Rajasthan zwei Hindu-Pilger in den Tod. Ein weiterer Pilger sei verletzt worden. Über Nacht hätten mehr als 130 Gläubige in der Höhle mit dem Schrein für den Hindu-Gott Shiva wegen der Regenfälle festgesessen. Die Pilger seien am Montag mit einem Kran gerettet worden. Die Zahl der Toten beim Monsun in Indien stieg nach Angaben der Nationalen Katastrophenschutzbehörde landesweit in diesem Jahr auf mehr als 1060.
(dpa/ig)