In den USA hat der Gouverneur von Louisiana vorsorglich den Notstand ausgerufen. Der Wirbelsturm hatte zuvor in Haiti und der Dominikanischen Republik auf der Insel Hispaniola nach Behördenangaben mindestens 22 Menschen das Leben gekostet. Zahlreiche weitere wurden verletzt, mehrere Einwohner werden vermisst.
In Kuba und Jamaika liefen die Vorbereitungen auf den Sturm gestern weiter auf Hochtouren. Die kubanische Regierung ordnete die Evakuierung gefährdeter Gebiete an. Bis zum Mittwochabend waren Zehntausende Menschen, darunter auch ausländische Touristen, in Sicherheit gebracht worden. Auch im US-Gefängnis in Guantánamo Bay liefen die Vorbereitungen auf den Sturm.
In den USA sagte der Gouverneur von Louisiana, Bobby Jindal: "Wir hoffen das Beste, aber wir bereiten uns auf das Schlimmste vor." Die Behörden schließen nicht aus, dass der Sturm als Hurrikan der Stufe drei erneut New Orleans treffen könnte.
Dort hatte am 29. August vor drei Jahren Hurrikan "Katrina" 1800 Menschen in den Tod gerissen als Deiche brachen und weite Teile der Stadt überflutet wurden. Heute sei Louisiana jedoch besser als damals vorbereitet, sagte Jindal. Hunderte von Bussen stehen zur Evakuierung bereit, Tausende von Notbetten stünden zur Verfügung. Mit der Ausrufung des Notstandes steht Louisiana umfangreiche Unterstützung aus Washington zu. Dazu gehört auch der Einsatz von 3000 Angehörigen der Nationalgarde. (dpa/ig)