Bei der Besichtigung der Klassenräume war Carolin Steinmetzer-Mann sichtlich überrascht, wie harmonisch und individuell jeder einzelne eingerichtet ist. "Hier kann ich mir sehr gut vorstellen, wie die Kinder mit den Lehrern und Eltern das Gemeinschaftsleben erfahren und danach leben", gestand sie.

Die Eltern wiesen wiederholt darauf hin, dass die bevorstehenden Kürzungen, wie sie per Gesetzesänderung am kommenden Freitag verabschiedet werden sollen, vor allem die Schulen in freier Trägerschaft betreffen. Vom Gleichbehandlungsgrundsatz, der jedem Bürger in diesem Land laut unserem Grundgesetz zusteht, kann ab dieser Ungerechtigkeit nicht mehr die Rede sein.

Ein gravierendes Beispiel dafür ist unter anderem, dass das Land Brandenburg die Zuschüsse für Schulen in freier Trägerschaft derzeit ausschließlich an den pädagogischen Personalkosten der staatlichen Schulen bemisst. Schulen in freier Trägerschaft müssen für Gebäude- und Sachkosten, Investitionen und so weiter selbst aufkommen. Bei staatlichen Schulen hingegen kommt dafür die jeweilige Kommune auf.

Die Eltern äußerten ihre Bedenken und Ängste, wie es weiter gehen werde, was mit ihrer Schule geschieht, sollten die exorbitanten Kürzungen tatsächlich so kommen wie seitens der Landesregierung geplant. Der Träger wird diese Finanzlücke wohl nicht schließen können.

Extrem schlimm und unverständlich ist, dass das Bundesverfassungsgericht feststellte, dass die Höhe der Förderung freier Schulen das Parlament festlegen muss. Die Landesregierung hingegen plant jedoch, dieses Recht dem Parlament zu entziehen, so dass das Ministerium als Exekutive die Förderhöhe faktisch selbst festlegen kann. Dies soll über eine Formel zur Zuschussberechnung erfolgen, bei der eben das Ministerium selbst die einzelnen Parameter und damit die Förderhöhe verändern kann. Die freien Schulen wären dann der Willkür der Landesregierung ausgesetzt.

Unser höchstes deutsches Gericht - das Bundesverfassungsgericht - stellte fest, dass eine freie Schule niemals nur aufgrund ihrer Eigenschaft, eine freie Schule zu sein, benachteiligt werden darf.

Die Eltern danken der Landtagsabgeordneten Carolin Steinmetzer-Mann, dass sie sich drei Stunden Zeit genommen hat, sich die Sorgen und Zukunftsängste der Eltern und Kinder anzuhören und wären dankbar, wenn es noch mehr solch engagierte Politiker gäbe, einer Einladung zum Gespräch zu folgen.