In den vergangenen Wochen hatten die Kommunen dafür die Voraussetzungen geschaffen. Für die Auflösung hatte in den Gemeindevertretungen der stellvertretende Verbandsvorsteher Uwe Noack geworben, der vor der Abstimmung nun erklärte, der Schritt sei durch den Sachstand und aktuelle Vorgänge nicht mehr zweckmäßig.

Der Antrag scheiterte an den zahlreichen Enthaltungen, die auch mit den vielen ungelösten Fragen begründet wurden.

Damit übernimmt TAZ am 1. Januar 2014 die Verantwortung für die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung im Amt Burg. Derzeit steht er noch ohne funktionierende Strukturen da. Zwar wurden die Zuschläge zum Kauf von Computern und Software für die künftigen Mitarbeiter bestätigt. Wer dies sein wird, blieb offen. Die zwei in der Amtsverwaltung für diese Fragen zuständigen Sachbearbeiter äußerten sich unbestimmt über den Wechsel zum TAZ. Der angekündigte Stellenplan lag nicht vor.

Auch die Zusammenarbeit mit der Amtsverwaltung ist ungeklärt. Die Aussage von Sachbearbeiter Benito Kanzler, der Server des Amtes würde weiter zur Hinterlegung der Kundendaten genutzt, blockte die stellvertretende Amtsdirektorin Petra Krautz ab. Das wäre nicht besprochen worden und rechtlich unvereinbar mit dem künftigen TAZ-Status als Fremdfirma. Das wisse Benito Kanzler als Datenschutzbeauftragter des Amtes auch.

Da der Vorsitzende der Verbandsversammlung, Heinz-Jürgen Hanschke, wegen rechtlicher Bedenken die Unterschrift unter den Vergabebeschluss der technischen Betriebsführung an die OWEA verweigert, wurde nicht öffentlich beschlossen, dies durch ein anderes Mitglied vornehmen zu lassen.

Die Bewertung des in die LWG eingebrachten und zurückgeforderten Anlagevermögens, der Trennungsvertrag mit der LWG und die Einigung mit der Gemeinde Kolkwitz fehlen.