Nun hoffe er, dass die Verantwortlichen sich im Land für eine schnelle Umsetzung einsetzen. Die Fördermittel dafür seien bereits freigesetzt worden, jetzt gehe es um die Umsetzung.

,,Schnelles Internet ist dringend erforderlich. Besonders die jungen Leute und die Gewerbetreibenden sind darauf angewiesen", sagte Brauer gegenüber der RUNDSCHAU. Besonders überrascht habe ihn in der jüngsten Amtsausschuss-Sitzung die Aussage, die Trebendorfer hätten keinen Bedarf. ,,Wenn von rund 450 Einwohnern mehr als 200 unterschreiben, dann spricht das doch dafür, wie sehr sich die Menschen ein funktionierendes Internet wünschen", betonte Brauer. Schließlich habe pro Haushalt mitunter nur eine Person abgestimmt.

Allein in Trebendorf würden mehr als 100 Jugendliche (ab 13 Jahren) leben. ,,Wollen wir sie halten, brauchen wird Internet", so Brauer. Ortsbeirätin Andrea Lorenz betonte: ,,Wir leben zwar auf dem Dorf, sind aber doch nicht vom Leben abgeschnitten." Teilweise sei es unmöglich, eine E-Mail zu versenden oder zu empfangen. Datei-Anhänge lassen sich nicht öffnen. Martina Auls, Betreiberin der Miet-Sauna: ,,Meine Internetseite ändern? Das kann ich vergessen." Als Unternehmer fühle man sich regelrecht gehandicapt.

Uwe Eppinger, zuständiger Fachbereichsleiter im Amt, verweist auf andere Gemeinden, die bisher keine entsprechenden Bedarfslisten aufgestellt haben und ruft deshalb noch einmal dazu auf: ,,Wenn wir eine entsprechende Übersicht haben, können wir eine Ausschreibung vorbereiten und Fördermittel beantragen."

In Trebendorf klagen die Anwohner außerdem über die fortwährenden Probleme mit der Telefonverbindung. Mehrere, meist dreistellige Nummern im Dorf funktionieren nur bedingt. ,,Wenn wir mal zwei Wochen keine Unterbrechungen haben, ist das großartig", sagte Ortsvorsteher Brauer. Die Telekom habe zwar eine stärkere Leitung eingebaut, die Probleme hätten sich jedoch dadurch kaum verringert. Gefährlich sei das vor allem für ältere Bürger, die im Falle eines Notfalls niemanden erreichen können.