Der Euro-City von Krakau (Polen) nach Prag war am Freitag gegen eine Brückenkonstruktion gerast, die zuvor auf die Gleise gestürzt war. Sieben Menschen starben, 67 wurden verletzt. Am frühen Sonntagmorgen passierte der erste Schnellzug von Wien nach Warschau den Unglücksort bei Studenka nahe Ostrava. Allerdings konnte bis gestern Nachmittag erst ein Gleis freigeräumt werden. Auch die elek trischen Leitungen waren noch nicht wieder intakt, sodass vorerst Dieselloks die Züge über den beschädigten Streckenteil ziehen mussten.
Inzwischen wurden die sieben Todesopfer identifiziert. Nach offiziellen Angaben kamen am Unfallort eine Polin und fünf Menschen aus Tschechien, darunter drei Frauen, ums Leben. Ein Ukrainer starb später im Krankenhaus an seinen Verletzungen.
Für das Unglück wird nach Medienberichten eine Baufirma verantwortlich gemacht, die die über die Bahnlinie führende Autobahnbrücke reparieren sollte. Sollte sich die Vermutung bestätigen, drohen den Verantwortlichen laut tschechischer Polizei bis zu zehn Jahre Haft. (dpa/ck)