Wie es zur falschen Todesdiagnose des Notarztes kommen konnte, blieb zunächst rätselhaft.

Die 72-Jährige war nach einem schweren Unfall auf der Autobahn A23 bei Itzehoe am Montag zunächst für tot erklärt und in einem Sarg weggebracht worden. Dann bemerkte der Bestatter in der Pathologie, dass die vermeintliche Leiche noch atmete.

"Es war ein Schock", sagte der Bestatter der "Bild"-Zeitung. Die vermeintliche Tote sollten er und sein Helfer mit dem Leichenwagen in die Pathologie des Klinikums Itzehoe bringen. "Wir brachten die Tote mit dem Fahrstuhl in den Keller, sie steckte bis über ihren Kopf in einer Decke. Im Fahrstuhl fing sie dann auf einmal an zu zappeln."

Als die Männer den Leichensack öffneten, habe die Frau nach Luft geschnappt. Sie habe noch EKG-Pflaster auf der Brust gehabt. "So was habe ich in über 25 Jahren als Bestatter noch nicht erlebt." Die Frau kam auf die Intensivstation in Itzehoe und wurde später wegen ihrer Kopfverletzungen nach Heide verlegt.