13 Spiele, 10 Siege und ein Torverhältnis von 43:10, bester Sturm der Liga und die zweitbeste Defensive, das hört sich nach Oberliga an. Allerdings führt noch das Überraschungsteam der Spielzeit, Preußen Eberswalde, mit einem Punkt Vorsprung die Tabelle an. Aus der RSV-Offensive sticht besonders Dennis Kutrieb hervor. Der Stürmer schoss sein Team mit 35 Treffern bereits in die Brandenburgliga. Kutrieb hat nach 13 Partien schon wieder 15-Mal eingenetzt. Grün-Weiß Lübben, immerhin die Mannschaft mit der schlechtesten Defensive der Liga, wird sich in Waltersdorf also warm anziehen müssen. In der Lübbener Aufstiegssaison 2006/2007 trafen beide Teams zuletzt aufeinander. Selbst in der so erfolgreichen Grün-Weißen Spielzeit reichte es gegen Waltersdorf nicht zum Sieg. Einer 1:2-Heimniederlage folgte im Rückspiel in Waltersdorf ein torloses Remis. Dieses Ergebnis würden die Spreewälder am morgigen Samstag gern wieder erreichen.

Unterdessen gehen Lübbens Trainer Frieder Andrich ausgerechnet gegen die stärkste Offensive die Abwehrspieler aus. Gordon Pohle und Andy Hohmann fehlen sicher, hinter Sebastian Rieger, Peter Kasubke und Alexander Rattei stehen dicke Fragezeichen. Zudem fehlen neben den Langzeitverletzten Clemens Becker und Steven Hoffmann noch Denny Matthes und Marc Metzing – alles andere als gute Voraussetzungen für einen Punktgewinn. „Im Fußball ist alles möglich“, lässt Lübbens Co-Trainer Oliver Keutel Personalfragen nicht gelten. „Dass Mainz 05 gegen den übermächtigen FC Bayern zu Hause gewinnt und auch noch gegen die starke Bayern-Defensive drei Tore schießt, hätte vorher auch niemand gedacht“, so Keutel. „Das wird eine sehr schwere Aufgabe“, weiß Frieder Andrich, der junge Spieler anstelle der Arrivierten mitnehmen will. „Wir fahren dahin, um eine Überraschung zu schaffen“, spekuliert Andrich mindestens auf ein Unentschieden.