Bei einer Razzia in der Stadt Györ etwa 110 Kilometer westlich von Budapest beschlagnahmten sie mehr als acht Tonnen Sicherheitspapier des Typs "Silkeborg", das für den Druck von Banknoten vorgesehen ist, wie Polizeichef Jozsef Bencze gestern in Budapest mitteilte. Sechs Verdächtige seien festgenommen worden.
Laut Bencze war der Schlag gegen die Fälscherbande das Ergebnis von mehr als zehnjährigen Ermittlungen in Zusammenarbeit mit der deutschen Polizei und Europol. Die insgesamt 367 500 DIN-A3-Blätter wären zum Druck von 50-Euro-Scheinen in einem Gesamtwert von 147 Millionen sowie von 200-Euro-Scheinen im Wert von 441 Millionen Euro geeignet gewesen.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die acht Tonnen Papier aus Deutschland stammen. Sie seien Teil von 16 Tonnen Papier, die 1995 zum Beginn der Euro-Entwurfsphase heimlich nach Ungarn gebracht worden seien. Den Rest hatten ungarische Zollbeamte bereits 1996 sichergestellt. (dpa/uf)