"Das ist ohne Aufpreis möglich", sagt der Sprecher der Odeg-Geschäftsführung Arnulf Schuchmann. Hinter dem Fahrpreis verbergen sich 2,30 Euro für die Zvon-Strecke von Schleife bis Spremberg und 3,40 Euro von Spremberg bis Cottbus und auf dem Gebiet des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB).

Wer von Cottbus zurück nach Schleife fährt, sollte sich davor hüten, sein Ticket erst im Odeg-Zug kaufen zu wollen, wie es Jahre lang üblich war, rät Schuchmann. Auf Bahnhöfen mit Ticket-Schalter oder -automaten verlangt der VBB den Kauf an diesen.

"Uns stinkt das, aber wir sind jetzt gezwungen, das umzusetzen", sagt Schuchmann. Im Klartext: Dem Fahrgast, der von Cottbus nach Schleife ohne Fahrschein erwischt wird, muss der Zugbegleiter 40 Euro "Strafzoll" auferlegen.

Von Glück kann derjenige reden, der einen Zugbegleiter antrifft, der gegen die Vorschrift agiert und auf diesen Aufpreis verzichtet. Denn dann muss - für die gleich lange Strecke - der Deutsche-Bahn-Tarif in Höhe von 7,70 Euro gezahlt werden. Der ist zwei Euro teurer, weil er über das Gebiet von zwei Verbünden führe, erklärt Schuchmann. Der Fahrgast könne das umgehen, wenn er am Bahnhof Cottbus am Fahrkartenschalter ein Ticket bis nach Spremberg löst - 3,40 Euro. "Das Ticket von Spremberg bis Schleife für 2,30 Euro darf er dann wieder im Zug kaufen, weil der Zvon das erlaubt."