Wer beim Kauf eines Geschirrspülers sparen will, muss Abstriche in Kauf nehmen: Die günstigeren Einbauspüler im Test bieten bestenfalls Mittelmaß und häufig nur eine abgespeckte Programmauswahl.Getestet wurden 16 Geschirrspüler, zwölf teilintegrierfähige Einbaumodelle und vier Standgeräte im Preis zwischen 455 bis 1330 Euro.Die Sieger: Die Zeolith-Geschirrspüler von Bosch, Neff und Siemens, aber auch Miele mit neuer Trocknungstechnik liegen im Geschirrspülertest der Stiftung Warentest ganz vorn. Für die Bestnote "sehr gut" reichte es dennoch nicht. Nach wie vor dauern die Sparprogramme, ausgewiesen auf dem Energieetikett, mit rund zweieinhalb Stunden zu lange.Die Bestplatzierten spülen und trocknen das Geschirr nahezu perfekt und sie sind dabei ausgesprochen genügsam. Am wenigsten verbraucht die Zeolithtechnik. Den damit ausgestatteten Einbaugeräten aus dem Hause Bosch/Siemens reichen im Sparprogramm knapp elf Liter Wasser und 0,8 Kilowattstunden Strom, um rund 160 Geschirrteile sauber zu spülen. Das kostet pro Spülgang etwa 22 Cent, bei 250 Spülgängen im Jahr 55 EuroDie Verschwender: Die größten Wasserverschwender im Test, Zanussi ZDI 101 X und Whirlpool ADG 6550 IX, zapfen im vergleichbaren Spülgang etwa 15,5 Liter aus der Leitung und brauchen 1,0 bis 1,1 Kilowattstunden Strom. Das macht 30 Cent pro Spülgang und jährlich 75 Euro. Die Technik: Zeolith ist ein umweltverträgliches Mineral, das Feuchtigkeit und Wärme abwechselnd speichern und wieder abgeben kann. Im Geschirrspüler dient es vor allem der Luftentfeuchtung. Davon profitieren besonders Kunststoffteile, auf denen kaum noch Wasserflecken zurückbleiben. Nachteil der Zeolithtechnik: Sie braucht Zeit. Die fehlt aber in Kurzprogrammen. Beim schnellen Spülen wird die Zeolith-Funktion übergangen. Das Geschirr trocknet nicht besser als in anderen Geschirrspülern. Schnelle Spüler: In den Schnellprogrammen zeigen die Miele-Geschirrspüler ihre Stärken. Das Einbaumodell G 1355 SCi und das verwandte Standgerät G 1355 SC trocknen auch im Eildurchlauf "sehr gut". Die Geräte heizen beim Klarspülen höher auf. Außerdem öffnet sich nach Programmende die Gerätetür automatisch einen kleinen Spalt, sodass feuchtheiße Luft entweichen kann. Ein Trocknungsgebläse läuft dann etwa eine Viertelstunde nach. Nachteil dieser Technik ist ein geringfügig höherer Strombedarf als bei den Zeolithmodellen. Im Kurzprogramm blieben auf den Tellern aus den Bauknecht- und Electrolux-Spülkörben vergleichsweise viele Speisereste zurück, richtig unappetitlich sah das Geschirr aus dem Gorenje-Spüler aus.Schlusslicht ist der sehr laute ADG 6550 IX von Whirlpool für 670 Euro. Platzt einmal der Wasserzulaufschlauch, fließt das Wasser ungehindert in die Küche. red/han