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| 16:32 Uhr

Tennisturnier in Stuttgart
Laura Siegemund scheitert im Achtelfinale

Stuttgart. Ohne zu große Erwartungen war Titelverteidigerin Laura Siegemund beim Stuttgarter Tennisturnier angetreten. Schließlich kämpft sie sich gerade erst nach einem Kreuzbandriss zurück. In der zweiten Runde hat die 30-Jährige Chancen, verliert aber.

Ohne zu große Erwartungen war Titelverteidigerin Laura Siegemund beim Stuttgarter Tennisturnier angetreten. Schließlich kämpft sie sich gerade erst nach einem Kreuzbandriss zurück. In der zweiten Runde hat die 30-Jährige Chancen, verliert aber.

Ein Jahr nach ihrem Titel-Coup ist Laura Siegemund beim Sandplatz-Tennisturnier in Stuttgart im Achtelfinale ausgeschieden. Trotz eines leidenschaftlichen Auftritts musste sich die 30-Jährige am Donnerstag der US-Open-Halbfinalistin Coco Vandeweghe 4:6, 6:4, 3:6 geschlagen geben. Vor elf Monaten hatte sich die frühere deutsche Nummer zwei das Kreuzband gerissen, erst seit Mitte März sammelt sie wieder Matchpraxis. In der Zweitrundenpartie machte sie zu viele Fehler, um die favorisierte US-Amerikanerin bezwingen zu können.

"Ich möchte zunächst Laura zu ihrer Leistung gratulieren", sagte Vandeweghe. Nach der schweren Verletzung schon jetzt wieder auf diesem hohen Niveau zu spielen, sei großartig.

Statt der Lokalmatadorin spielt nun Vandeweghe am Freitag gegen die Weltranglisten-Erste Simona Halep aus Rumänien um den Einzug ins Halbfinale. Angelique Kerber, Stuttgart-Siegerin von 2015 und 2016, hatte am Abend als letzte verbliebene Deutsche gegen die Estin Anett Kontaveit die Chance auf das Erreichen des Viertelfinals. Die Siegerin des Turniers gewinnt 113 060 Euro und einen Sportwagen.

Zu Beginn war Siegemund gegen Vandeweghe die bessere Spielerin.
Variantenreich störte die Metzingerin den Rhythmus der Kontrahentin, und hatte einen Vorteil, sobald es auf dem schnellen Sand zu längeren Ballwechseln kam. Dann allerdings schenkte die Finalistin von 2016 Vandeweghe mit vier unerzwungenen Fehlern das Spiel zum 3:3, der erste Satz drehte sich zugunsten der Nummer 16 der Welt.

Die Konstanz fehlt noch in ihrem Spiel. Willenstark sicherte sich Siegemund zwar den zweiten Satz, im entscheidenden Durchgang erwies sich jedoch ein schnelles 0:3 als zu große Bürde. Nach 2:27 Stunden beendete Vandeweghe die Partie.

Wegen ihrer langen Verletzungspause ist Siegemund auf Weltranglistenplatz 100 abgerutscht. Nur dank einer Wildcard war sie ins Hauptfeld mit acht von zehn Top-Ten-Spielerinnen gerückt.

Elf Monate nach dem folgenschweren Schritt in Nürnberg und dem Schock der schweren Knieverletzung war die Überraschungsgewinnerin von 2017 ohne zu große Erwartungen bei ihrem Heim-Turnier angetreten. Sie könne nicht rausgehen und spielen, als wäre sie nie weggewesen, hatte sie gesagt. Schon mit dem Sieg gegen die Weltranglisten-26. Barbora Strycova aus Tschechien hatte Siegemund beeindruckt. Vandeweghe hatte zum Auftakt ihrer Landsfrau Sloane Stephens, US-Open-Siegerin von 2017, beim 6:1, 6:0 keine Chance gelassen.

(dpa)