Der Test der Schnurlostelefone offenbarte ein weiteres Manko vieler Geräte. Auch beim Abhören der Anrufbeantworter hat der Nutzer oft kein besonders schönes Hörerlebnis.

Sprachverständlichkeit mangelhaft. Die bei 17 Modellen eingebauten Anrufbeantworter unterscheiden sich neben der maximalen Aufnahmedauer zwischen 13 und 60 Minuten vor allem durch die Sprachverständlichkeit.

Oft kein Warnton bei mangelnder Feldstärke. In immer weniger Haushalten finden sich noch Telefone mit Schnur. Sie begrenzt den Aktionsradius. Schnurlose Telefone ermöglichen Bewegungsfreiheit beim Telefonieren im Haus und Garten. Ihre optimale Reichweite beträgt einige hundert Meter. Sie wird aber durch Hindernisse zwischen Mobilteil und Basisstation, zum Beispiel massive Wände, drastisch verringert. Bevor die Verbindung abreißt, sollte das Mobilteil einen Warnton abgeben. Einige der geprüften Geräte zeigen die abnehmende Feldstärke nur im Display an. Das fanden die Warentester nur ausreichend, weil das Display beim Telefonieren und Halten des Geräts am Ohr nicht zu sehen ist.

Unnötige Strahlung verringern. Alle Schnurlostelefone nutzen inzwischen Möglichkeiten zur Verringerung der Sendeleistung, bei wenigen allerdings nur automatisch und nicht manuell einstellbar. Die Sendeleistung kann umso geringer sein, je näher das Mobilteil der Basisstation kommt. Die manchmal auch „Eco-Modus“ genannte Funktion verringert jedoch nicht nur die Strahlung, sondern auch die Reichweite. Der Gebrauch eines Reichweitenverlängerers (Repeater) und des „Eco-Modus“ schließen sich gegenseitig aus. Die Sendeleistungsreduktion lohnt sich vor allem, wenn nahe der Basisstation telefoniert wird.

Wenige und sehr viele Nummernspeicher. Die Telefone Hagenuk E1705 und 1700 (etwa 34 Euro) bieten nur 20 Speicherplätze und sind damit etwas für Menschen mit einem kleinen Bekanntenkreis. Andere Modelle bieten 100 Speicherplätze, Panasonic KX-TG8621 und 8611 (90 Euro) können sogar bis zu 500 Nummern speichern, die sich per Bluetooth schnell übertragen lassen. Das Swissvoice Avena 248T (57 Euro) hat einen Sim-Kartenleser, der den Transfer von bis zu 200 Nummern erleichtert. Wer eine der 15 geprüften Modellvarianten ohne Anrufbeantworter wählt, der spart im Schnitt zehn Euro bei vergleichbarer Qualität.

Als Spitzentrio gekürt. Drei Telefone mit Anrufbeantworter stehen an der Spitze der Tabelle, schreibt Stiftung Warentest. Das teure Gigaset E500A (96,50 Euro) bietet unter anderem eine Notruffunktion und einen sehr guten Akku für eine lange Telefonierdauer. Das sehr vielseitige Panasonic KT-TG8061 (48,50 Euro) ist gut beim Telefonieren. Das preiswerte Modell Telekom Sinus A 205 (36,50 Euro) ist dies laut Stiftung Warentest ebenso und hat den besten Anrufbeantworter sowie die einfachste Handhabung.

Ausführlich in test 12/11 von Stiftung Warentest und unter www.test.de/telefone