Durch Zufall kam die Massenerin Ute Schwarz mit den bekannten Artisten der Hochseiltruppe Schmidt zusammen. Inzwischen bauen die Künstler sie und ihre Teddys erfolgreich ins Programm ein. Bei der Hochseiltruppe ist Ute Schwarz fest engagiert, als Sekretärin organisiert sie die Auftritte – „und wenn Not am Mann ist, fahre ich auch schon auf dem Seil in luftiger Höhe von bis zu 30 Metern und mehr mit“, erzählt die unerschrockene Frau.

Zertrümmerte Sprunggelenke

Bei einem solcher Auftritte hat es allerdings in diesem Jahr einen schweren Unfall gegeben. Roland Schmidt, der seit 35 Jahren in aller Welt auf dem Seil Motorrad und Fahrrad fährt und im vorigen Jahr auch beim Weihnachtsmarkt in der Finsterwalder Südpassage dabei war, stürzte vom Seil, verbrannte sich dabei nicht nur die Hände, sondern zertrümmerte sich auch die Sprunggelenke. „Noch geht er an Krücken, doch im nächsten Jahr ist er wieder auf dem Seil“, ist sich Ute Schwarz sicher.

Die junge Frau will trotz der vielen Termine auch weiterhin in ihrer Heimat präsent sein. So leitet sie an der Massener Schule eine Teddy-AG, wo die Schülerinnen und Schüler ihre Kuscheltiere selbst herstellen können. Auch im Finsterwalder Lebenszentrum „Am Schloss“ hat Ute Schwarz mit den älteren und behinderten Bewohnern Teddys als Geschenke für die Enkelkinder gebastelt, dazu bekannte Kinderlieder gesungen und am Keyboard gespielt. Im kommenden Jahr wird sie in weiteren Heimen der Lafim-Gruppe im ganzen Land Brandenburg zu Gast sein.

Bärchen auf Weltreise

Am kommenden Sonntag ist die Teddymutti beim Weihnachtsmarkt in der Südpassage dabei und erzählt die traurige Geschichte von einem Jungen, der seinen kaputten Teddy wegwirft – und was das Bärchen bei der Wanderschaft alles erlebt. Am Sonntag darauf werden Massener Kinder das Schicksal von Teddy Brumm selber auf die Bühne bringen.

Ute Schwarz hat vor fünf Jahren „aus der Not heraus“ die Idee mit den Bärchen gehabt. Die gelernte Sekretärin war nach der Wende lange arbeitslos, bis sie über eine Ich-AG ihr Hobby zum Beruf gemacht hat.

Ein Haus voller Teddys

„Ich habe schon als Kind lieber mit Teddys als mit Puppen gespielt. Sie haben mir später auch über schwere persönliche Schicksalsschläge hinweggeholfen“, sagt die junge Frau, die jetzt mit mehr als 500 Teddys in ihrem Haus in Massen lebt.

Der größte ist über 1,20 Meter hoch, der kleinste knapp einen Zentimeter winzig. Ute Schwarz arbeitet weiter daran, damit ihr Traum Wirklichkeit wird: „Ich möchte mal eine eigene Marke herausbringen. So wie es die Steiff-Puppen gibt, soll es mal die Schwarz-Bärchen geben.“