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| 02:46 Uhr

Technische Blitzerwarner im Auto sind verboten

München. Für Autofahrer gibt es viele kleine Helfer, die sie vor Blitzern warnen. Das Problem: Egal ob Navigationsgerät mit entsprechender Software, Blitzer-App oder spezielle Radarwarngeräte, die aktiv die Fahrzeugumgebung sondieren – sie alle dürfen hinter dem Steuer nicht genutzt werden. dpa

"Die sind wohl als technische Hilfe einzustufen, die Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzeigen, und deshalb vom Gesetz her verboten", sagt Jost Henning Kärger, Jurist beim ADAC.

Es gebe aber noch keine Rechtsprechung dazu, ergänzt der Experte. Erwischt die Polizei Autofahrer mit einem aktivierten Blitzerwarner, drohen dennoch 75 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Allerdings werde der Einsatz von Blitzerwarnern kaum kontrolliert, so Kärger.

Was die technischen Blitzerwarner unzulässig macht, sei die Tatsache, dass sie "punktgenau warnen", erläutert der ADAC-Experte. "Sie zeigen nicht nur den Standort der Radarfalle an, sondern auch, wo sich der Autofahrer befindet."

Bei Blitzer-Warnungen, die über das Radio laufen, ist das zum Beispiel anders. Dort wird nur allgemein der Standort des Blitzers genannt. "Der Fahrer muss dann selbst überlegen, ob er auf seiner Fahrstrecke daran vorbeifährt."