Wer in dem Beton- und Glasbau im einst als Drogenquartier berüchtigten Chinesenviertel von Rotterdam tanzt, erzeugt Strom und hilft damit Mutter Natur.

In der Nacht zu gestern wurde der Club von energiegeladenen Tänzern eröffnet. „Man fühlt sich dabei wie ein Kraftwerk“, schwärmte eine Besucherin aus Deutschland. „Der erste nachhaltige Dance Club der Welt setzt einen Trend“, freut sich der Architekt Herman Kossmann. „Er beweist, dass Umweltschutz und Spaß bestens zusammenpassen.“ Früher war der Laden als „Nighttown“ für aufregende Shows von Iggy Pop, Nirvana oder Amy Winehouse berühmt. Stars werden auch künftig kommen – und wer hier auftritt, legt damit ein grünes Bekenntnis ab. Das Kernstück der Öko-Disco ist die flexible elektromechanische Tanzfläche. Der Boden unter den Füßen gibt um einige Millimeter nach. Die durch Schwingungen erzeugte Bewegungsenergie wird nach dem Dynamo-Prinzip in Elektrizität umgewandelt und in Akkus gespeichert. Fast ein Drittel des Stroms, den die DJ-Bühne verbraucht, sollen die Disco-Tänzer selbst liefern. (dpa/bw)