April, ab 10 Uhr im Spreeauenpark Menschen eigenartige Bewegungen ausführen. Wer zuschaut oder mitmacht, wird Zeuge eines weltweiten Projekts. Der Welt-Tai-Chi-Tag wurde Ende der 1990er Jahre von einem Tai-Chi-Lehrer aus den USA ins Leben gerufen. Um 10 Uhr Ortszeit beginnend, von Zeitzone zu Zeitzone, von Neuseeland bis Hawaii, zeigen Menschen ihre Tai-Chi-Übungen. "Wir wollen präsentieren, was wir in unserem Verein anbieten", erklärt Karl-Heinz Schreiber, Lehrer der Schule für Tai Chi und Qigong (siehe Kasten). "Viele wissen nicht, was dahinter steckt", sagt Schreiber über die Bewegungsformen, zu der auch Tai-Chi-Tennis zählt, ein Spiel, bei dem man nicht gegen-, sondern miteinander spielt. Qigong. Der Begriff wird als Atemgymnastik oder Atemarbeit übersetzt und beinhaltet Übungen, die zur Gesunderhaltung beitragen. Es gibt Übungen in Ruhe und in Bewegung. Im Laufe der Zeit soll sich ein Zustand innerer Ruhe einstellen. Tai Chi. Ein philosophischer Begriff, der das höchste Prinzip bezeichnet, das Erhabene. Insgesamt könnte man es als "vollendete Kampfkunst" bezeichnen. Meistens beginnt man mit den Übungen im fortgeschrittenen Alter und hat deshalb mehr Interesse an der Bewegung. no/jag