Nach Angaben der FMH-Finanzberatung in Frankfurt am Main bieten derzeit gerade mal vier Institute einen solchen Zinssatz an.

Auf ein Tagesgeldkonto verzichten sollten Kunden aber nicht, empfiehlt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Denn es eignet sich gut, um eine finanzielle Rücklage aufzubauen. Drei Punkte, auf die es dabei ankommt:

Zinsen: Anders als etwa bei Festgeld ist der Zinssatz beim Tagesgeld variabel, erklären die Verbraucherschützer. Dabei orientieren sie sich zum Beispiel am Leitzins der Europäischen Zen tralbank. Geht es da wieder nach oben, dürften auch die Tagesgeldzinsen wieder steigen. Doch nicht immer geben die Banken steigende Leitzinsen weiter. Dann sollten Anleger überlegen, ob sich nicht der Wechsel zu einem anderen Anbieter lohnt. Auch wenn die Zinsen beim eigenen Geldinstitut gesenkt werden, kann sich ein Wechsel auszahlen.

Höhe der Rücklage: Eine Faustregel lautet, dass Anleger über mindestens drei Nettogehälter kurzfristig verfügen können sollten. Dafür eignen sich Tagesgeldkonten besonders. Kommt es zu unvorhergesehenen größeren Ausgaben, müssen sie nicht einen teuren Dispokredit aufnehmen oder andere Geldanlagen antasten.

Einlagensicherung: Verbraucher sollten immer darauf achten, wie ihre Einlagen abgesichert sind. In Deutschland gibt es neben der gesetzlichen Einlagensicherung, die 100 000 Euro umfasst, noch weitere Sicherungssysteme, die höhere Summen abdecken. Bei Banken im Ausland müssen Verbraucher genau hinschauen.