"Für seine seelische Gesundheit kann - und sollte - jeder etwas tun."

Den Internationalen Tag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober nimmt die Tätige Gemeinschaft zum Anlass, das Thema in den Mittelpunkt zu rücken. Gemeinsam mit Menschen aus der Wohn- und Tagesstätte wollen die Mitarbeiter des Vereins das Epikur-Zentrum für Gesundheit in Bad Liebenwerda besuchen und sich über die Angebote informieren.

Auch an die interessierte Öffentlichkeit richtet sich der Vortrag, der anschließend im Haus des Gastes stattfinden wird: Hans Krügel, der in der Wohnstätte lebt, wird über seelische Gesundheit reden und dabei auch seine eigenen Erfahrungen einfließen lassen. "Wir möchten auf diese Weise auch den Vorurteilen entgegen treten, die viele Menschen mit dem Thema verbinden", erklärt Barbara Seeger. Denn, so ihre Erfahrung, die Wohn- und Tagesstätte gelte vielen anderen Menschen noch immer als eine Art "Sonderwelt". Wer selbst unter seelischen Problemen leide, versuche dies oft zu verheimlichen.

Dem tritt die Tätige Gemeinschaft schon seit einigen Jahren entgegen. Inzwischen betreuen Bewohner des "Hauses an den Elsterwiesen" einen Garten in der Kleingartenanlage "Am Schwarzgraben", auch um durch den Kontakt zu anderen Kleingärtnern Vorbehalte auszuräumen.

Und nicht zuletzt hilft auch die regelmäßige Arbeit im Garten den Betroffen, ihre Psyche besser im Gleichgewicht zu halten. Denn oft sind es die kleinen Dinge im Leben, die für seelischen Ausgleich sorgen. "Ein schöner Spaziergang, eine Blume am Wegesrand", sagt Barbara Seeger, "Wenn ich mich daran erfreuen kann, dann ist das doch auch ein Beitrag zur seelischen Gesundheit."

Auch wenn es nicht immer so einfach ist - das Thema ist aus Sicht der Tätigen Gemeinschaft wichtig, wie die Geschäftsführerin sagt. "Ich finde, gerade einer Kurstadt steht es gut zu Gesicht, sich auch der seelischen Gesundheit zu widmen."