Reicht die Abiturnote nicht für einen Studienplatz, sollte sich der Nachwuchs aber trotzdem bewerben und eine Absage vorweisen können, damit der Anspruch auf Kindergeld nicht verloren geht. Das ist die Konsequenz aus einem Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz (Az.: 5 K 1714/06).
In dem Fall hatte eine Abiturientin sich bei der ZVS nach den Aussichten erkundigt, den gewünschten Studienplatz sofort nach dem Abitur zu bekommen. Da eine Wartezeit von einem Jahr wahrscheinlich war, hatte das Mädchen sich für einen Auslandsaufenthalt entschieden und sich um den Studienplatz gar nicht erst beworben. Weil sie sich aber nicht konkret um einen Ausbildungsplatz beworben hatte, strich die Familienkasse das Kindergeld für die Monate des Auslandaufenthalts.
Und das zu Recht, wie das Finanzgericht entschied: Die Bewerbung um einen Studienplatz bei der ZVS müsse auch dann erfolgen, wenn der Bewerber nur theoretische Chancen hat. Eltern sollten deshalb dafür sorgen, dass das Kind sich sofort nach dem Schulabschluss um den gewünschten Studienplatz bewirbt, damit der Kindergeldanspruch nicht verloren geht. (ddp.djn/eb)