„Die Lebensverhältnisse haben sich noch nicht angeglichen, aber es ist viel passiert“, kommentierte Mitautor Bernd Raffelhüschen, Ökonom an der Universität Freiburg, diese Entwicklung. Das spüre die Bevölkerung. „Das Bild vom Frustpotenzial im Osten, das nach der Bundestagswahl gemalt wurde, scheint so nicht zu stimmen.“

Dennoch stehen alle ostdeutschen Regionen weiter am Ende des Bundesländer-Rankings im Glücksatlas. Am zufriedensten sind dabei noch die Thüringer (6,97), dicht gefolgt von Berlinern (6,94) und Sachsen (6,92). Mecklenburg-Vorpommern schiebt sich im Vergleich zu 2016 vom letzten auf den drittletzten Platz (6,89) vor. Dafür rutscht Brandenburg auf den vorletzten (6,86) und Sachsen-Anhalt auf den hintersten Rang ab (6,83). An der Spitze stehen Schleswig-Holstein (7,43) sowie Hamburg und die Region Baden (beide 7,28).

Bei der jährlichen Studie, die zum siebten Mal in Folge erhoben wurde, geht es bei den Befragungen um eine Langzeitbewertung des eigenen Lebens sowie um Wünsche, Ziele, Erwartungen und Einstellungen.