Te'o hatte in Interviews immer wieder von der Seelenverwandtschaft mit dieser angeblichen Freundin berichtet und war schließlich zum Helden der footballbegeisterten Amerikaner avanciert, als er kurz nach dem Tod seiner - echten - Großmutter und dem - ihm nur vorgetäuschten - Leukämie-Tod der Freundin sein Team mit einer Glanzleistung zu einem der wichtigsten Saisonsiege geführt hatte.

Vor rund zwei Wochen flog die Geschichte auf und Te'o musste zugeben, dass er seine Freundin nie wirklich gesehen, sondern immer nur per Telefon oder Internet mit ihr kommuniziert hatte. US-Medien hatten daraufhin spekuliert, der 19-Jährige habe die Heldengeschichte bewusst inszeniert, um seine Karriere im millionenschweren College-Football zu beschleunigen.

Te'o, der bis vor Kurzem bei der renommierten Universität Notre Dame spielte und sich derzeit auf seine Profikarriere vorbereitet, hatte aber stets beteuert, einem Scherz aufgesessen zu sein. Das bestätigte der Täter nun. Mit falschem Namen und Fotos einer fremden Frau habe er sich unter dem Pseudonym "Lenny Kekua" Zugang zu seinem Schwarm verschaffen wollen, sagte Tuiasopo. Schließlich habe er aber den Tod der angeblichen Freundin durch Leukämie vorgetäuscht. Te'o sagte zunächst nichts.