Rainer Ernst mit.

"Diese hervorragende Präsentation, eine Privatsammlung, sollte sich niemand entgehen lassen", lädt er zu einem Besuch ein.

Sie dokumentiere die Werk- und Rezeptionsgeschichte des Struwwelpeter von den Anfängen bis heute. Neben deutschen Originalausgaben, darunter zwei frühe, handkolorierte 2. Auflagen von 1846, werden in mehreren Vitrinen eine Vielzahl von "Struwwelpetriaden" gezeigt. So unter anderem "Mädchenstruwwelpetriaden", von denen die Struwwelliese auch im Ausstellungstitel auftaucht, "Tierstruwwelpetriaden" sowie politische und gesellschaftliche Parodien. Zahlreich vertreten sind fremdsprachige Struwwelpeterbücher aus der ganzen Welt und Übersetzungen in deutsche Mundarten. Die vielen Ausgaben, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in England und Amerika erschienen, bilden einen besonderen Schwerpunkt der Sammlung. Die Ausstellung beschränkt sich jedoch nicht nur auf Bücher, sondern zeigt eine Fülle von Objekten (Spiele, Graphik, Porzellan, Bilderbogen, Spielzeug, Musikalien), die in Zusammenhang mit dem faszinierenden Phänomen Struwwelpeter stehen.

Am Sonntag lohnt sich der Weg ins Museum besonders, weil Dr. Walter Sauer, der Sammler,

16 Uhr in einem kleinen Vortrag in die Welt des Struwwelpeter führt.